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Fahrtechniktraining ÖAMTC Zentrum Marchtrenk
Geschrieben von: HBM Herbert Kiesenhofer
Fahrtechniktraining
Da sich die Freiwilligen Feuerwehr die Witterung bei Einsätzen nicht aussuchen kann, ist es umso wichtiger die Fahrzeuge zu beherrschen um unfallfrei am Einsatzort anzukommen.
Um den Umgang mit den Fahrzeugen auch im Grenzbereich trainieren zu können absolvierten 9 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hagenberg im ÖAMTC Trainingszentrum Marchtrenk mit Unterstützung der AUVA ein Fahrtechniktraining.
Einen intensiven Trainingstag absolvierten 9 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr am Samstag den 05.03.2011 im ÖAMTC Trainingszentrum in Marchtrenk. Dort wurde mit TLF-A und dem LFB-A2 ein speziell auf Blaulichtorganisationen abgestimmtes Trainingsprogramm absolviert. Dabei ging es um richtiges Verhalten in Extremsituationen wie z.B. Notbremsungen. "Es sind nur ca. 20% der aller Fahrzeuglenker im Stande eine Notbremsung auszuführen. Könnten alle Lenker eine Notbremsung korrekt ausführen, so liessen sich die Unfälle mit Fremdbeteiligung um ca. 40% reduzieren.", so der Trainer Hr. Preining. Bei den trainierten Notbremsungen auf verschiedenen Untergründen merkten die Teilnehmer bald, dass die auf einen LKW wirkenden Kräfte sich wesentlich grösser als bei einem PKW sind und sich auch an der Lenkung bemerkbar machen.
Weiters wurde anschaulich verdeutlicht, wie klein der Grenzbereich bei Kurvenfahrten auf rutschigem Untergrund ist. Nur 2-3 km/h Geschwindigkeitsunterschied bringen ein Fahrzeug entweder zum Unter- bzw. Übersteuern. Trainiert wurde diese bei einer Kurvenfahrt in welcher bei jeder Durchfahrt das Tempo erhöht wurde, bis das Fahrzeugheck ausbrach bzw. das Fahrzeug untersteuerte, also über die Vorderräder schob.
Auch das Ausweichen bei Bremsmanövern wurde trainiert, welches im LKW besonders feinfühliges Steuern erfordert. Rückartiges Lenken würde in diesem Fall das Fahrzeug sofort zum Überschlag bringen. Simuliert wurden die Hindernisse durch plötzlich auftauchende Wasserwände, welche es galt zu umfahren. Hier wurde wieder am praktischen Beispiel trainiert, dass 2-3 km/h Geschwindigkeitsunterschied den Unterschied zwischen umfahren und überfahren darstellen.
Das Fazit des Tages war aber, dass die gewählte Geschwindigkeit der einzige vom Fahrer beeinflussbare Faktor des Anhalteweges ist.

Somit gilt auch im Einsatz die Devise: Lieber etwas langsamer, aber sicher zum Ziel um dort auch helfen zu können.

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