| Vorstellung des Stützpunkt Fahrzeuges Freistadt | |
| Der zunehmende Verkehr auf den Straßen bedingt auch eine Zunahme von Transporten, welche sogenannte „gefährliche Stoffe und Güter" geladen haben.
Als „gefährliche Stoffe" oder auch als Gefahrgut bezeichnet man Stoffe, Zubereitungen (Gemische, Gemenge, Lösungen) und Gegenstände, welche Stoffe enthalten, von denen aufgrund ihrer Natur, ihrer physikalischen oder chemischen Eigenschaften oder ihres Zustandes beim Transport bestimmte Gefahren für
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Da auch die Feuerwehr Hagenberg bei einem Verkehrunfall oder anderem Zwischenfall mit solchen Transportern konfrontiert werden kann ist es wichtig, die richtige Einsatztaktik bzw. den richtigen Umgang mit solchen Gütern zu erlernen.
Das nächste „Gefährliche Stoffe" Stützpunktfahrzeug, kurz GSF, ist in Freitstadt stationiert. Dieses Fahrzeug ist für das ganze Mühlviertel (!) zuständig und kann im Bedarfsfall von jeder Feuerwehr angefordert werden. Mit dem großen Zuständigkeitsbereich des Fahrzeuges verbunden ist natürlich auch ein dementsprechend langer Anfahrtsweg zum jeweiligen Einsatzort und damit auch ein zu überbrückender Zeitbreich bis zum Eintreffen der Spezialkräfte aus Freistadt.
Manfred Zeinlinger, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Freistadt, nahm sich persönlich mit seinen Kameraden Stiegelbauer Gregor und Preinfalk Klemens Zeit, der Feuerwehr Hagenberg das GSF näher zu bringen und gab auch wichtige Tips zur Vorarbeit bis zum Eintreffen der Spezialkräfte.
GAMS Regel – Gefahr erkennen, Absperren, Menschenrettung, Spezialkräfte anfordern
Diese einfach zu merkende Regel erläuterte Manfred Zeinlinger den Kameraden der Feuerwehr Hagenberg eindringlich, denn ohne entsprechende Vorarbeit durch die lokale Feuerwehr sind selbst die später eintreffenden Spezialkräfte nicht schlagkräftig. „Eine gute Vorarbeit ist unerlässlich, um das Ausmaß eines solchen Zwischenfalles in Grenzen zu halten", so die eindringliche Botschaft an die Kameraden der Feuerwehr Hagenberg. Im ersten Teil der Übung wurden die Identifizierung der geladenen Stoffe, die daraus folgenden Schutzmaßnahme für die Einsatzkräfte und Einsatzstelle, das Absichern und die Durchführung einer eventuellen Menschenbergung besprochen.
Mehr als 500 Ausrüstungsgegenstände
Im zweiten Teil der Schulung brachten die Kameraden Stiegelbauer und Preinfalk uns die Ausrüstung des GSF näher. In Summe befinden sich mehr als 500 Ausrüstungsgegenstände am Fahrzeug, welche im Einsatzfall von der lokalen Feuerwehr unter Anweisung der Spezialkräfte aus Freitstadt angewendet werden. Alleine die Literatur, in welcher ein Großteil der derzeit transportierten gefährlichen Güter und deren Handhabe beschrieben ist umfasst 11 Bände und misst nebeneinander aufgereiht mehr als 1,5 m (!). Von diesen Büchern über diverse Pumpen, Auffangbehälter bis hin Vollschutzanzügen wurde uns die Beladung und Schlagkraft des GSF vermittelt. Weiters wurde auch noch darauf hingewiesen, dass es für Unfälle bzw. Zwischenfälle mit Mineralöltransporten ein zusätzliches Stützpunktfahrzeug und zwar das ÖL Summerau gibt, welches ebenfalls angefordert werden kann.
Ein großer Dank bei dieser Schulung gilt der FF Freistadt, welche trotz ihres großen Zuständigkeitsbereiches sich die Zeit genommen hat, und das Fahrzeug vorzustellen.
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