Zahlreiche Einsätze durch Sturmtief Eberhard

Zahlreiche Einsätze durch Sturmtief Eberhard

Datum: 10. März 2019 
Alarmzeit: 20:13 Uhr 
Alarmierungsart: Pager, Sirene 
Dauer: 3 Stunden 56 Minuten 
Art: Technischer Einsatz  > Sturmschaden  
Einsatzort: Gemeindegebiet Hagenberg 
Einsatzleiter: HBI Konrad Remplbauer 
Mannschaftsstärke: 28 
Fahrzeuge: KDOF-A, KLF-A, LFB-A2, TLF-A 2000 
Weitere Kräfte: Rotes Kreuz 


Einsatzbericht:

Wie in weiten Teilen des Mühlviertels war auch das Gemeindegebiet Hagenberg stark vom Sturmtief Eberhard betroffen. Beginnend mit 20:13 Uhr wurden wir am Sonntag 10.März zu zahlreichen sturmbedingten Einsätze alarmiert. Mehrmals fiel in verschiedenen Ortsteilen auch der Strom aus, wobei unser Notstromaggregat im Feuerwehrhaus wertvolle Dienste leistete.

Hier die Einsätze in chronologischer Reihenfolge:

20:13 Uhr „Mehrere Bäume über Straße im Veichterwald“:
An fast der gleichen Stelle wie bereits in der Nacht zuvor blockierten mehrere Bäume den Güterweg durch den Veichterwald. Bei der Lageerkundung stellte Einsatzleiter Konrad Remplbauer fest, dass durch den starken Wind ein Arbeiten im Wald zu gefährlich wäre. Der betroffenen Straßenabschnitt wurde deshalb von uns in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Dingdorf bis auf Weiteres gesperrt. 

Leider fuhr noch vor dem Errichten der Absperrung ein PKW-Lenker in den Wald ein und wurde daraufhin von umfallenden Bäumen mit seinem Fahrzeug im Wald eingeschlossen! Mit einem risikoreichen Einsatz konnte die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs den Weg für den Lenker „freischneiden“ und ihn so sicher aus dem Waldbereich geleiten.

20:15 Uhr „Abgedecktes Dach in Oberaich“:
Ein teilweise abgedecktes Dach eines landwirtschaftlichen Objekts erforderte unsere Hilfe. Weitere lose Dachziegel wurden entfernt und das Dach provisorisch abgedichtet. Da sich der Hausbesitzer eine Platzwunde durch herabfallende Dachteile zuzog, wurde von uns das Rote Kreuz alarmiert.

21:05 Uhr „Bäume blockieren Güterweg zwischen Anitzberg und B125“:
Zwei Bäume quer über den Guterweg zwischen Anitzberg und Unterweitersdorf. Diese wurden rasch mittels Kettensäge entfernt, da der Wind anhaltend stark war.

23:30 Uhr „Erneut Bäume am Güterweg zwischen Anitzberg und B125“
Analog zum Einsatz um 21:05 Uhr lagen erneut Bäume auf der Fahrbahn. Da auch hier ein Aufenthalt im Waldbereich aufgrund der anhaltenden heftigen Windstösse zu riskant war, wurde der Güterweg jeweils am Waldrand für den Verkehr auf unbestimmte Zeit gesperrt.

Nach dieser heftigen ersten Nachhälfte konnten wir unseren wohlverdienten Schlaf antreten. Doch bereits um 08:05 Uhr gab es erneut Sirenenalarm – wieder wurden wir zu einem Sturmschaden alarmiert, welcher binnen 30 min abgearbeitet werden konnte.